Teilprojekt Hannover

Qualitative Analyse organisationaler Faktoren und Gelingensbedingungen von Kooperationsprofilen

Zielsetzung des Teilprojekts Hannover ist es, in Organisationsfallstudien die organisationalen Rahmenbedingungen und fächerspezifischen Qualitätsverständnisse für ausgewählte Kooperationsportfolios zu analysieren. Die Organisationsfallstudien werden in einem zweistufigen Datenerhebungs- und Analyseverfahren durchgeführt.

Im ersten Schritt werden auf der Basis der netzwerkanalytischen Untersuchung typische Kooperationsportfolios ausgewählt. Wir erwarten, dass zwölf Fälle in die Analyse
einzubeziehen sind, um das Spektrum der Kooperationsportfolios abzudecken. Zur Kontextualisierung der quantitativen Kooperationsportfolios werden die organisationalen Rahmenbedingungen untersucht und Organisationsprofile auf der Basis von öffentlich verfügbarem Organisationsmaterial (Grundlagen- und Anwendungsorientierung und Forschungsschwerpunkte; Drittmitteleinnahmen/Finanzkennzahlen; Personalzahlen, Leitideen und Strategien in Form von Entwicklungs- und Jahresberichten etc.) sowie Sekundärliteratur zur Organisationsform, ihrer Entwicklung, Steuerung und Administration erstellt. Im analytischen Fokus stehen dabei die Selbst- und Außensteuerung, die kulturelle Orientierung sowie das fachliche Profil und fachliche Schwerpunkte der Organisation (Heinze & Kuhlmann 2008). Die methodische Vorgehensweise des organizational profiling und die vergleichende Organisationsprofilanalyse wurde in einem früheren Projekt der Antragstellenden Kosmützky erprobt (Kosmützky & Ewen 2016).

Im zweiten Schritt werden vier bis sechs Organisationen für interviewbasierte Fallstudien zu den organisationalen Gelingensbedingungen von Kooperationen und fächerspezifischen Qualitätsverständnissen in diversen Disziplinen ausgewählt. Es werden in verschiedenen Organisationsformen rund 30 Interviews mit Leitungen der Abteilungen für Forschungsförderung und/oder von Forschungsdezernaten sowie ausgewählten Forschenden bzw. Leitungspersonen geführt. Die  etzwerkanalytischen und organisational kontextualiserten Kooperationsprofile werden dabei – angelehnt an die Vorgehensweise von netzwerkanalytischen Interviews sowie bibliometrischen Profilen in Form von „Research Trails“ (Gläser & Laudel 2015) – in die Interviews als Fallbeschreibungen eingebracht. Dieses Vorgehen ermöglicht es, gezielt auf organisationale Faktoren und Gelingensbedingungen von Kooperationsprofilen zu fokussieren.


News

Teilprojekt Hannover, Teilprojekt Luxemburg, Teilprojekt Mannheim
Kick-Off Workshop
15.10.20
Wie kann die Qualitätsentwicklung in der Wissenschaft durch Kooperationen vorangetrieben werden? Unter dieser Leitfrage fand am 24. und 25. September 2020 der Auftaktworkshop des Q-KNOW-Verbundprojekts statt.

Verweise ins Internet

Personen

Esra Aydin
  • Leibniz Universität Hannover
Eva Schick, B.A.
  • Leibniz Universität Hannover